Auf Basic Minds finden Sie Alltagsgeschichten, Erzählungen und Berichte über die Netzwelt. Gott und die Welt werden dabei mit in's Visier genommen.

Mit der Vegetarierin reden…

Mit den meisten Leuten komme ich nur schwer ins Gespräch. Dann sitzt man am Esstisch, die Fleischberge werden serviert und irgendwie platzt die Bombe: Ich bin Vegetarierin! Ein guter Startpunkt für ein Gespräch mit mir? Die Leute scheinen es zumindest zu denken.

Irgendwann kommt die Konversation dann zwangsläufig an den Punkt, in denen mir der Fleischesser ein OK für meine Ernährungsweise gibt. Ich kann die Gespräche gar nicht mehr zählen, in denen mir ein Fleischesser erzählt hat, dass er kein Problem mit meiner Ernährung hat. Danke vielmals! Ich hab auch kein Problem damit, wenn jemand anderes, sich dazu entscheidet, Teile von Tieren zu essen. Wenn ich damit Probleme hätte, mir Brutalitäten anzusehen, wäre ich bei SAW 6 wahrscheinlich nicht ins Kino gegangen.

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Die kleinen Worte

Und so reihten sich die Worte aneinander, mit Witz und Verstand gingen sie fröhlich weiter. So zogen sie stolz durch die Welt, stets mit reinem Herzen, niemand konnte sie aufhalten. Sie brauchten keine Waffen, Verstand nannte sich ihre größte Waffe. Sie schwammen durch Meere, durch Flüsse und oftmals auch gegen den Strom. Sie wurden bekannt, die Welt redete von ihnen, gut und schlecht, sie waren in aller Köpfe und konnten nimmer mehr sterben. Die kleinen Worte, wurden noch nie zuvor so stark: beobachtet, analysiert und bewertet. Und so spielten sie fröhlich weiter, auf dem weißen Blatt der Kunst.

(Tobias Gerner)

Tagebuch

Wenn die Muse einem am Schopf packt, gleich sie mich in Schrift verwickelt und so schrieb und schrieb ich. Unaufhaltsam, egal ob Tag oder Nacht, klimpern die Tasten meines elektronischen Kastens. Manche der Texte gehen raus und vergnügen sich ein wenig in der Welt und manche müssen drinnen bleiben, sie sind noch zu jung. Meiner Gedankenflut per Hand mächtig zu werden, fast undenkbar. Obwohl die Form des Schreibens mit Feder wohl noch am schönsten ist, im Schwung der Schrift kann man das Gefühl beobachten. Meine Tasten beklagen sich hin und wieder, ich würde wohl zu sehr auf ihnen herum hämmern. Am Ende jedoch freuen sie sich über jeden Satz mit. Jeder Text ist ein Stück Erinnerung, ein Moment für die Ewigkeit, der Platz im Tagebuch.

(Tobias Gerner)

綠茶

Neben Kaffee trinke ich auch sehr gerne grünen Tee. Gerade schlenderte ich aus der Küche mit meiner Lieblings-Tasse in der Hand und schlürfte daraus Lung Ching, bedeutet so viel wie: Drachentee. Schmecken tut er aber eher nach Heu und nicht nach einem Drachen, wobei ich nicht einmal genau weiß wie Drache überhaupt schmeckt. Naja, jedenfalls kann man den Asiaten keinen Vorwurf machen, dass sie womöglich noch kulturlos seien. Nein, ganz im Gegenteil, für mein Empfinden besitzen sie manchmal ein Fünkchen zu viel Kultur. Bestimmt bald, ich glaube fest daran, geben die Asiaten ein wenig Kultur den Amis ab. Das fängt mit einem zeremoniellen Burger-Essen an, was durch ein besonderes Cola-Aufguss-Verfahren die Tradition abrundet und im höchsten Maße krönt.

(Tobias Gerner)

Elmastudio

Mir fehlen wirklich die Worte, vielen Dank! Ich habe soeben eure tolle Weihnachtskarte erhalten. Die Rede ist von Ellen und Manuel, für mich die besten Webdesigner der Welt. Das tolle Studio der Beiden finden sie unter den Namen ELMASTUDIO!!!, nur ein paar Straßen von mir entfernt. ;) Ich wünsche euch natürlich auch: Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch! Ich schreib euch das gleich mal über Basic Minds, lesen zwar ein paar Menschen mehr mit, aber für meine Leser wünsche ich das natürlich auch. Nochmals vielen Dank!

(Tobias Gerner)

Kaufrausch

Ist es wirklich schon Weihnachten, zumindest die Zeit in der eine besinnliche Stimmung an der Tagesordnung ist. Unvorstellbar, Menschen stolpern an mir vorbei, strömen, mit starren Blick, geradeaus, mitten in die Läden rein. Nur eines zählt, Geschenke. So beobachtete ich doch das Treiben in unserer Stadt. Ich halte nun weniger von relativ frühen Weihnachtseinkäufen, eher gehe ich ein bis zwei Tage vor Weihnachten in die Läden und kaufe mir dann mein Kram. Die absolute Weihnachts-Verwirrung sind immer wieder Socken. Ich verstehe es einfach nicht warum wir Männer immer Socken geschenkt bekommen. Habt ihr Frauen Angst das wir nur noch Barfuß durch die Gegend rennen, womöglich uns dabei noch einen Joint anzünden und Peace-Love-Unity singen. Ich habe es auch noch nie erlebt, dass ein Freund oder Kollege zu mir kam und gesagt hat: „Wie geil, schau dir mal meine neuen Socken an, gab’s zu Weihnachten.“ Bei einer Uhr wäre das sicherlich etwas anderes. Im Prinzip brauchen wir nicht viel um glücklich zu sein, doch mit den Socken liebe Frauen, ich weiß nicht. Doch eines weiß ich, ihr meint es gut und dafür lieben wir euch.

(Tobias Gerner)

Box Nr. 4

So tapste ich recht schlaftrunken vom Schlafzimmer in die Küche, es dauerte keine 5 Minuten und Mister Coffee begrüßte mich mit einem lauten: „Guuuten Morgeeen!“ Ich stauchte ihn erst einmal zusammen, was ihm denn überhaupt einfällt, mir früh am Morgen so ins Ohr zu brüllen. Stille im Raum. Nein, ich meinte natürlich in der Tasse. In Gedanken versunken entwickelte sich ein Gefühl von Neugier. Plötzlich schallte es: „Our Darkness“ aus den Boxen, ich vergaß den Timer auszuschalten, wie blöd. Die Anne Clark hat auch nicht mehr alle Tassen im Schrank, war ich doch schon längst wach. Wo war ich stehen geblieben? Stimmt, ich habe mich doch so gefreut die Nr. 4 meines Kalenders zu öffnen. Bis ich die aber gefunden hatte sind gefühlte 3 Stunden ins Land gegangen. Endlich gefunden und ein noch nie dagewesener Anblick eröffnete sich mir. Gewünscht hätte ich mir einen Vollmilch-Hasen. Unfassbar, gebannt, wie ein kleiner Junge stand ich davor. Ein sehr hell gebündelter Lichtstrahl kam mir entgegen. Spots gingen an, Scheinwerfer drehten sich um 360 Grad – gleich einem Zirkusspektakel. Ich war erstarrt, wie in Stein gemeißelt, ich konnte meinen Blick des weißen Lichtes gegenüber nicht mehr abwenden. Dunkle, sehr massive Töne dröhnten aus der kleinen Box Nr. 4. Boom! Stefan Mross stand mit seiner Trompete in der Box und gab eins zum besten. Oh mein Gott. Nein, alles Quatsch. Bei genauerer Betrachtung, also nicht blind gestolpert, war es doch Marilyn Manson. Ich habe regelrecht Angst Morgen Box Nr. 5 zu öffnen. Shakira? Gott bewahre! Vielleicht habe ich auch keinen Weihnachtskalender und habe mir das alles nur eingebildet.

(Tobias Gerner)

ELEKDRÖHNISCH

Vom Strom – der Ton, durch die Nacht.

(Tobias Gerner)

Tante Emma-Laden

Um meine Träume war es auch schon besser bestellt. So träumte ich doch, dass ich mit Slim Shady einen Tante Emma-Laden eröffnet habe. Ein Traum zwischen Treppe wischen und Hip Hop. Slim musste ich immer im Laden lassen, es war zu riskant mit ihm unter die Leute zu gehen. Glauben sie mir, er benahm sich wie eine Pottsau. Oft holte ich im Alleingang vom Großhandel unsere benötigten Waren. Slim freute sich immer wenn ich ihm ein Eis mitbrachte. Die Tür unseres Ladens sprang plötzlich auf : „Herr Gerner, Herr Gerner, hören sie mal. So können sie die Hausordnung nicht machen! Die Treppe ist nicht gewischt und den Müll haben sie einfach neben die Mülltonne gestellt.“ Slim schaute mich an und schrie: „Waaas?“ Er verstand die Welt nicht mehr. Er schaute mir tief in die Augen: „Wie konntest du nur die Gott-verdammte Hausordnung vergessen?“ Ein Moment an dem ich gerne aufgewacht wäre, aber nein, bis zum bitteren Ende musste ich weiter träumen. Auf einmal klopfte mir Slim auf die Schulter und fing mit Rappen an, wie lange das ging weiss ich nicht, ich räumte inzwischen unsere Regale ein. Bei „When I’m Gone“ schreckte ich mal kurz auf und nickte mit dem Kopf. Frau Putolcschky sahs inzwischen auf der Theke und brannte Schnaps, weil der wohl besser sei wie der aus dem Handel. Ditmar der Nachbarjunge besuchte indessen den Laden, sein Mund öffnete sich und ein: „Bockwurst!“ fiel heraus. Frau Putolcschky verkaufte dem kleinen Ditmar eine Bockwurst und alle waren glücklich.

(Tobias Gerner)

Weihnachtsmarkt

Mensch sieht’s hier weiß aus, knall ich mal schwarze Tinte auf’s Blatt, zu steril der Mist hier. Seit wann spricht mein Blog zu mir „Beweg dich hier her!“ Bestimmt seit der Erfindung des November’s, ein mir äußerst unsympathischer Monat. Aber wem sag ich das. Bei meinem Lieblings-Radiosender muss aber die Sonne scheinen, 19.29 Uhr und ein wunderschönes Lachen tönt aus meinen Boxen, kurzerhand musste ich gleich mit lachen, um was es auch immer ging. Hat Leipzig doch nicht allen Ernstes schon den Weihnachtsmarkt eröffnet, ich dachte ich spinne. Ist die Zeit an mir vorübergegangen oder war ich nur zu lange fort. In diesem Deutschland kann mir doch keiner weismachen das jetzt schon eine Weihnachtsstimmung durch die Gemüter pirscht. Erwischt, auf einen leckeren Glühwein hätte ich schon Lust, aber bitte ohne Weihnachtsmann. Steht der doch nur blöde in der Gegend rum und fragt irgend so ein Mist von „Na, warst du auch lieb?“ „Natürlich nicht, was erwartest du.“ Glühwein oder sonstiges was knallt ist also gebongt. „Knallt“ ist auch so ein Unwort. Übrigens, ihr wart alle samt eurer Eigenart fantastisch, mein Ernst. Ein wenig Sound?

(Tobias Gerner)