Wie fühlt ihr euch denn so, die die ihr euer ach so tristes Grau durch den Glanz einer in Frieden feiernden Gemeinschaft aufpolieren wolltet? Ich bin fassungslos und auch noch Tage später, in tiefer Trauer um die Menschen, die ihr Leben wegen euch lassen mussten. Jede Sekunde, jede Minute und auch jede Stunde von den Qualen, die die Angehörigen der Todesopfer nun ausstehen müssen, soll euch doppelt und dreifach in euer verantwortungsloses Herz treffen!
Mir geht dieser absolut geile Song einfach nicht mehr aus dem Ohr. Die Rede ist von »THIS IS NOT A LOVE SONG« von der New-Wave-Band PIL (Public Image Ltd.). Ich stand mit einem Freund neben der Bühne, auf der gerade John Fogerty mit seiner Band den Soundcheck absolvierte. Bekannte Songs wie »Proud Mary« und »Down on the Corner« bretterte er in guter alter Rock ‘n’ Roll Manier hin, sein Alter merkte man ihm überhaupt nicht an. In blauer Jeans, einem Holzfällerhemd und Basecape rockte der mittlerweile 65 jährige John locker auf der Bühne. Die Band spielte ihre Instrumente hoch und runter und John mit, diesmal ohne Gesang. Es war genau die richtige Geschwindigkeit und Stimmung vorhanden, dass ich einfach und spontan anfing im Takt zu zählen »Eins-Zwei-Eins-Zwei-Drei-Vier« und Christian darauf hin anfing, aber wirklich sehr laut »THIS IS NOT A LOVE SONG« zu singen, dass passte einwandfrei auf die Hintergrundbegleitung von John und Band, wie die aber dann schauten, können sie sich sicherlich vorstellen. Uns war das aber völlig egal. Ich bekam ab diesem Zeitpunkt den Song von PIL nicht mehr aus meinem Kopf. Mittlerweile hatte die Security die Tore der Parkbühne Leipzig geöffnet und ca. 3000 Menschen stürmten die Anlage um ihr Idol live zu erleben. Als ich irgendwann spät in der Nacht nach Hause kam, schaltete ich nochmal kurz zu YouTube um diesen Song zu hören, ich wippte nur noch mit.
Ich liege im ersten Fach meines Kühlschranks, neben Mozzarella, Tomate und Gurke. Neben mir steht ein von Eiskristallen behaftetes Glas, aus dem ich Eis trinke. Normalerweise müsste ich jetzt den Kühlschrank verlassen, mir eine Schüssel aus dem Schrank holen und darin einen erfrischenden Salat zubereiten. Darauf habe ich aber keine Lust. Ja, ich weiß schon, ich kann hier nicht ewig drinnen bleiben, irgendwann muss ich hier wieder raus und mich dieser fiesen Hitze stellen. Fünfmal am Tag kalt duschen, halb nackt durch die Wohnung rennen und mich freuen, dass die Sonne scheint. Juhu, die Sonne scheint! Ja, sie lässt mich wie einen kleinen Käfer am Boden schwitzen, verschwindet gegen 21.30 Uhr und hinterlässt eine drückende Hitze der Nacht. So macht das schlafen Spaß. Wie eine Made wälze ich mich im Minutentakt auf dem Bett und freue mich, dass ich nicht einschlafen kann, um mich dann noch mehr zu freuen, dass Morgen wieder die Sonne scheint.
Wenn sich der Raum mit elektronischer Musik füllt, blogge ich sehr gerne meine Texte. Musik ist für mich schon immer eine sprudelnde Quelle der Inspiration gewesen und auch bis heute mein absoluter Favorit um neue Kraft zu schöpfen. Wenn ich Ruhe für meine Texte brauche, dann meist wenn schon ein Konzept gedanklich vorliegt und ich den Faden nicht verlieren darf, dann ist pure Konzentration angesagt und Musik eher fehl am Platz. Es gibt auch diese Tage, an denen überhaupt nichts läuft und ich von einer schwarzen Wolke umgeben bin, auf der groß »Leere« steht und mir einfach nichts mehr einfallen will. In solch einem Fall hilft es, genau darüber zu bloggen oder eben gar nicht zu bloggen und etwas völlig anderes zu tun, wie z.B. ein Spaziergang an der frischen Luft.
Es wäre auch zu schön, wenn eine ewig inspirierende Quelle in mir wohnen würde, oder gibt es die nicht schon längst. Moment mal, da gibt es doch meinen Geist, mit ihm habe ich schon manch skurrile Achterbahnfahrt erlebt, die wiederum zu Texten verarbeitet worden ist. Nur muss der Geist auch immer ein wenig Antrieb erfahren, um die Gedanken nur so sprudeln zu lassen. Somit werden wohl viele Menschen für sich Strategien entwickelt haben, um der Einfallslosigkeit zu entkommen. Sollten sie doch einmal von Einfallslosigkeit heimtückisch umnebelt werden, hören sie einfach ihre Lieblingsmusik und Hilfe naht.
Atemberaubend wie diese Maschine in Szene gesetzt worden ist, synchron zum Ton bewegen sich ihre Teile, Drum and Bass lässt sie förmlich tanzen und gibt dem Video eine nach vorne treibende Kraft. Ich könnte mir so eine Maschine auch gut vorstellen, keine Platten, keine CDs und Kassetten mehr, Kassetten, gibt es die überhaupt noch, wie die Zeit vergeht.
Wenn ein Familienvater sich von seiner Frau und seinem Kind trennt, gibt es gewiss Gründe dafür, die ein Außenstehender oftmals gar nicht nachvollziehen kann. Ein Video hat mich emotional so erwischt, dass ich wirklich zu tun hatte die Fassung zu wahren. Am Ende des Videos bemerkte ich, dass es ein Werbespot von LG Portugal ist, dass hat mich noch mehr vom Hocker gehauen. Sicherlich gibt es noch mehr Spots von der Sorte, doch sind diese eher die Minderheit. Was auch witzig war, nach diesem Spot hatte ich weniger das Bedürfnis mir einen LG Fernseher zu kaufen, eher habe ich das Bedürfnis verspürt dem Mann zu helfen, dass haben aber schon zwei andere Menschen übernommen.
Ein sehr beeindruckendes Video, es ist ein Teil der Bachelorarbeit von Andreas Heikus, an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hannover. Faszinierend wie er das Spiel nicht auf dem Fernseher dominieren lässt, sondern in einem neuen interaktiven Umfeld zum Leben erweckt.
Meine Eltern warnten mich schon immer vor zu vielen Fernsehen, dass macht nur dumm und fett, sagten sie. Ich hörte auf sie und traf mich lieber mit Freunden, um endlich mal den Tante Emma-Laden um die Ecke zu überfallen, die hatten nämlich eine große Ladung Eis bekommen.
Also ich möchte mit denen nicht tauschen, oder doch, ich weiß nicht, sieht ja doch ganz lecker aus. Nun gut, wenn es auch so schmeckt wie es aussieht bin ich dabei. In Anbetracht des schönen Wetters, könnte ich mir eine Tortenschlacht am Meer vorstellen, hat den Vorteil anschließend erfrischend und von Schlagsahne befreit zu sein.
Ein paar pfiffige Leute dachten sich: „Ach was soll’s, wir analysieren heute einfach das gesamte Internet, wir haben ja sonst nichts zu tun.” Kaum ausgesprochen erschien vor ein paar Tagen auf Vimeo dieses fantastische Video. Zahlen die einen vom Hocker hauen. Sie sind nicht überlebenswichtig aber dennoch interessant.